Neue Läuteordnung in Eichenbarleben-Mammendorf

Geburt und Tod markieren Anfang und Ende unseres irdischen Lebens. Zu beiden Anlässen sollen in Eichenbarleben und Mammendorf die Glocken läuten. Bei der letzten Sitzung des Gemeindekirchenrates wurde das Läuten für Neugeborenen und das Sterbeläuten auch für Nicht-Christen in die Läuteordnung der Kirchengemeinde aufgenommen. Demnach können Eltern bzw. Mütter, die gerade ein Kind zur Welt gebracht haben, sich beim zuständigen Pfarrer Zander melden (039204/738227 oder pfarramt-niederndodeleben@gmx.de). An einem gemeinsam verabredeten Tag trifft man sich um 12Uhr Mittags an der Kirche, die Familie bekommt den Segen zugesprochen und dabei läuten die Glocken der Kirche. Der Ort weiß Bescheid, dass ein neuer Erdenbürger in Eichenbarleben oder Mammendorf lebt und die Christen sind aufgerufen, für das Kind und die Eltern zu beten.
Auf Wunsch der Angehörigen kann in den beiden Orten auch für Verstorbene geläutet werden, der oder die nicht Mitglied in der Kirche war. Dies kann entweder direkt über das Bestattungsinstitut oder den Pfarrer in die Wege geleitet werden.
„Die zwei wichtigsten Funktionen der Glocken sind, Informationen oder Warnungen an das ganze Dorf weiter zu geben und Christen zum Gebet zu rufen. Mit Feuer-, Tauf-, Sterbe-, Festglocken uvm. gibt es z.T. noch unterschiedliche Glocken mit unterschiedlichen Funktionen in den Kirchtürmen. Wenn ich von dem Tod eines Menschen höre, dann schließe ich ihn und die Angehörigen mit in mein Gebet ein - dabei ist mir egal, ob sie oder er in der Kirche war, oder nicht.“ (Martin Zander)
Letztendlich entscheiden die Eltern bzw. die Angehörigen, ob geläutet wird. „Wir freuen uns, wenn wir uns mit den Eltern freuen können. Auch die Trauernden und Suchenden sollen bei uns ihren Ort haben. Beide sind herzlich Willkommen. Anfang und Ende unseres Lebens liegen in Gottes Hand.“